Möchten Sie die Aufmerksamkeit vieler Mitmenschen?

Sollen möglichst viele Gäste Ihr Lokal wegen Ihnen besuchen?

Dann wäre Berühmtheit eine gute Voraussetzung dafür. Heutzutage sagen wir auch gerne Promi oder VIP. Aber wie bekommt man diesen Status?

Es gibt keine Behörde, die dafür eine Bewilligung erteilt und man kann sich diese Eigenschaft auch nicht bei Amazon bestellen. Trotzdem können manche stolz auf Ihre Bekanntheit blicken und diesen Umstand zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil einsetzen.

Wer bekannt ist, dem werden häufig viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Erfolg, Reichtum, Liebenswürdigkeit, Großzügigkeit, Freundlichkeit, Intelligenz oder Humor, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ob diese Annahme den Tatsachen entspricht, spielt bei den meisten keine Rolle. Der Grund dafür liegt darin, dass wir bei der Beurteilung von anderen Menschen sehr stark auf automatische Verhaltensmuster zurückgreifen. Das heißt, dass unser Unterbewusstsein einen Menschen anhand einfacher und oberflächlicher Kriterien in eine „Schublade“ einordnet.

Der Wissenschaftler E.L. Thorndike hat dazu bereits im Jahr 1920 eine wegweisende Studie veröffentlicht (The Constant Error in Psychological Ratings, Journal of Applied Psychology, 1920, 4, 25-29). Darin beschreibt er, wie die Eigenschaften eines bestimmten Charakterzugs (z.B. Kompetenz, Intelligenz oder Fleiß) die Beurteilung von anderen Eigenschaften derselben Person (z.B. Attraktivität) beeinflussen.

Diese Beobachtung ist auch als der „Halo Effect“ bzw. der „Heiligenschein Effekt“ bekannt. Dieses Verhaltensmuster ist sogar so stark, dass Jury-Mitglieder in einem Gerichtsverfahren umso weniger an die Schuld einer Person glauben wollen, je attraktiver diese ist. Auch Lehrer sind von der Wirkung dieses Verhaltensmusters nicht ausgenommen. Ein Schüler, der sich brav verhält wird von Lehrern häufig auch als klug, fleißig und engagiert angesehen.

Der „Halo Effect“ wirkt jedoch auch in die andere Richtung. Negative Eigenschaften einer Person strahlen damit auch auf die Beurteilung von anderen Charakterzügen aus.

Als Gastronom kann man sich diesen Effekt zunutze machen, indem man sich in die Gesellschaft von prominenten und/oder angesehenen Personen begibt. Sie könnten Fotos von sich gemeinsam mit Promis machen und diese im Lokal aufhängen und auf Ihrer Webseite oder in Ihrem Email-Newsletter publizieren. Je mehr, desto besser. Die Prominenz wird auch auf Sie abfärben. Ganz automatisch, da praktisch jeder Mensch der unbewussten Wirkung des „Halo Effects“ ausgeliefert ist.

Wenn Sie neben Berühmtheit auch Gewinn wollen, möchten Sie vielleicht einen Blick auf mein Buch „Wie man in der Gastronomie Gewinn erzielt“ (Hier klicken) werfen. Darin finden Sie z.B. auch die Zusammenfassung von 24 wissenschaftlichen Studien, mit denen Sie Ihrer Konkurrenz um eine Nasenlänge voraus sein können.

Viel Erfolg!

Ihr Peter Graf

 


Leave a Reply

Your email address will not be published.